Was „wissenschaftlich“ bedeutet – in der Praxis
Behauptungen brauchen Belege. Du führst von einer Frage über Argumente zu einem Ergebnis – mit Quellen, die andere prüfen können. Eigene Meinung ist erlaubt, wenn du sie als solche kennzeichnest.
Plane deine Arbeit: Gliederung, Zeitfenster, Meilensteine. Schreibe früh erste Abschnitte, statt alles am Ende.
Quellen finden & bewerten
Nutze Lehrbücher, Paper, seriöse Websites und Primärquellen. Prüfe: Autor:in, Aktualität, Methode, mögliche Interessen. Notiere dir Zitat‑Infos sofort – das spart Stunden am Ende.
Halte dich an die Vorgaben deiner Hochschule (z. B. APA, Harvard).
Richtig zitieren – kurz & klar
Direkte Zitate sparsam (in Anführungszeichen, mit Seitenzahl). Indirekte Zitate in eigenen Worten, aber mit Quelle. Jede Grafik/Tabelle, die nicht von dir ist, braucht einen Herkunftshinweis.
Ein Literatur‑Tool (z. B. generische Literaturverwaltung) hilft, Quellen sauber zu sammeln und einzufügen.
KI‑Tools verantwortungsvoll nutzen
KI kann beim Strukturieren, Formulieren oder Prüfen helfen – aber sie ist keine Quelle. Markiere, wo dir ein Tool geholfen hat, prüfe Fakten und formuliere den finalen Text selbst.
Gib keine sensiblen Daten ein, beachte Prüfungsregeln und vermeide „Copy‑Paste“ ohne eigenes Verständnis.
Checkliste vor der Abgabe
Titelblatt/Erklärung, Gliederung konsistent, Quellen vollständig, Abbildungen beschriftet, Rechtschreibung geprüft. Lasse eine Person querlesen – frische Augen finden mehr.
2+3‑Spezial: Arbeiten trotz Praxis
Nutze die zwei Hochschultage für Literatur, Entwürfe und Short‑Writes (30–45 Minuten). In der Praxiszeit sammelst du Beispiele, Daten und Feedback – beides ergänzt sich. Dokumentiere laufend, statt am Ende zu hetzen.
Nächster Schritt: Nutze das 2+3‑Wochenmodell clever – blocke 2 Tage für die Hochschule (Theorie & Übung) und 3 Tage fürs Unternehmen (Praxis & Umsetzung). Dokumentiere wöchentlich deine „Weeknote“ (3 Learnings, 2 Ergebnisse, 1 nächstes Ziel).
Finanzen: In unseren dualen Programmen liegt das Gehalt typischerweise bei 1.400–1.600 € brutto/Monat; die Studiengebühren übernimmt dein Praxispartner immer vollständig.