REST & JSON – das Web‑Grundrauschen
REST ist ein Stil, mit dem Web‑APIs gebaut werden. Du schickst eine HTTP‑Anfrage an einen Endpunkt (URL) und bekommst eine Antwort – meist als JSON. Verben wie GET (holen) und POST (anlegen) sagen, was passieren soll.
Statuscodes helfen beim Verstehen: 200 (ok), 201 (angelegt), 400 (fehlerhafte Anfrage), 401/403 (nicht erlaubt), 404 (nicht gefunden), 500 (Serverfehler).
OData – Daten als Service (SAP‑Kontext)
OData ist ein Standard, der Daten als API bereitstellt, inklusive Filter, Sortierung und Paging. In SAP‑Systemen sind viele Fiori‑Apps über OData angebunden – du arbeitest mit Entitäten wie „Auftrag“, „Kunde“, „Material“.
Für dich heißt das: Du kannst Daten sauber abfragen, verändern und in Apps verwenden – ohne direkt an der Datenbank zu fummeln.
IDoc – robuste Klassiker
IDocs sind strukturierte Nachrichten, mit denen SAP seit Jahren zuverlässig Daten austauscht (z. B. Bestellungen, Lieferavise). Sie sind weniger „webby“, dafür sehr stabil in Unternehmensnetzen.
Du brauchst: ein Gefühl für Strukturen (Segmente/Felder), Mapping‑Tabellen und Monitoring, damit keine Nachricht verloren geht.
Security & Datenschutz
API‑Keys/Token niemals ins Repo. Nutze Umgebungsvariablen, Rollen/ Rechte, Logs. Prüfe, ob personenbezogene Daten (PII) wirklich nötig sind – ansonsten maskieren oder weglassen.
Dokumentiere, wer auf welche Schnittstellen zugreifen darf – das vermeidet Ärger.
Mini‑Projekt: Campus‑Synchronisation
Baue einen kleinen Dienst, der aus Formularen neue Interessent:innen holt (REST), sie in ein SAP‑nahes System über OData anlegt und eine Bestätigung verschickt. Logge jede Aktion, speichere Protokolle.
Im Portfolio erklärst du: Ausgangslage → Schnittstellen → Fehlerfälle → Ergebnis (z. B. 1–2 Stunden pro Woche gespart).
2+3‑Rhythmus & Teamarbeit
Hochschule: Konzepte & Standards lernen. Unternehmen: ein kleines Integrationsstück umsetzen, gemeinsam mit Fachbereich und IT. Jede Woche ein Schritt – erst lesen, dann schreiben, dann Fehler robust behandeln.
Nächster Schritt: Nutze das 2+3‑Wochenmodell clever – blocke 2 Tage für die Hochschule (Theorie & Übung) und 3 Tage fürs Unternehmen (Praxis & Umsetzung). Dokumentiere wöchentlich deine „Weeknote“ (3 Learnings, 2 Ergebnisse, 1 nächstes Ziel).
Finanzen: In unseren dualen Programmen liegt das Gehalt typischerweise bei 1.400–1.600 € brutto/Monat; die Studiengebühren übernimmt dein Praxispartner immer vollständig.