Was ist SAP? – Prozesse, S/4HANA & Chancen

SAP
8–9 Min Lesezeit · von gotoitcareer.study

SAP ist eine ERP‑Plattform. Sie sorgt dafür, dass Informationen im Unternehmen von A nach B fließen: vom ersten Angebot über die Bestellung bis zur Zahlung. In diesem Artikel lernst du die Grundlagen – klar, verständlich und mit Beispielen aus dem Studien‑ und Praxisalltag.

ERP in Alltagssprache – wofür SAP da ist

ERP heißt: Enterprise Resource Planning. Statt viele Einzelprogramme zu nutzen, laufen zentrale Prozesse in einem System – transparent, nachvollziehbar und mit einheitlichen Daten. Das spart Zeit, vermeidet Fehler und ermöglicht bessere Entscheidungen.

Du erkennst das im Alltag an End‑to‑End‑Abläufen: Ein Kunde bestellt – das System prüft Lagerbestand, löst ggf. eine Produktion aus, organisiert den Versand und erstellt eine Rechnung. Alles ist miteinander verknüpft.

S/4HANA – die aktuelle SAP‑Generation

S/4HANA ist die moderne Suite von SAP. Sie nutzt eine In‑Memory‑Datenbank für schnelle Auswertungen und bietet die Oberfläche „Fiori“ mit rollenbasierten Apps. Unternehmen migrieren aktuell von älteren Versionen auf S/4HANA – dafür braucht es Menschen, die Prozesse verstehen und Systeme konfigurieren.

Für Studierende heißt das: Viele Projekte, viel Bedarf. Du lernst, wie man Prozesse analysiert, Daten strukturiert und Systeme so anpasst, dass Teams effizienter arbeiten.

Module – die großen Themenbereiche

FI/CO (Finanzen/Controlling), MM (Materialwirtschaft), SD (Vertrieb), PP (Produktion), EWM (Lager), HCM/SuccessFactors (HR). Jedes Modul bildet eigene Abläufe ab – zusammen ergeben sie die Unternehmensrealität.

Im dualen Studium spezialisierst du dich meist auf 1–2 Module und lernst, wie sie zusammenspielen. Beispiel: Von der Bestellung (MM) über Wareneingang & Lager (EWM) bis zur Rechnung (FI).

Beispiel: Order‑to‑Cash in 6 Schritten

1) Kund:in bestellt; 2) Auftrag anlegen (SD); 3) Verfügbarkeit prüfen (MM/EWM); 4) Kommissionierung & Versand; 5) Rechnung stellen (FI); 6) Zahlung verbuchen. Jeder Schritt ist ein Beleg im System – so bleibt der Prozess prüfbar.

Als dual Studierende:r begleitest du Workshops, dokumentierst Ist‑/Soll‑Abläufe, richtest Stammdaten ein, testest Prozesse und schulst Anwender:innen.

Karrierepfade & Skills

Rollen: SAP‑Consultant (FI/CO, MM, SD, PP, EWM, HCM), Business Analyst, Key User, Integration/Data Consultant. Wichtige Skills: Prozessdenken, saubere Kommunikation, Grundkenntnisse in Daten & Schnittstellen.

Soft Skills sind Gold wert: zuhören, strukturieren, erklären. Damit wirst du zur Brücke zwischen Fachbereichen und IT.

Dein Einstieg – was du heute tun kannst

Lerne Prozessketten in Alltagssprache zu erklären. Übe BPMN‑Skizzen, lies in Dokus und baue ein kleines „Process Portfolio“ (3 Prozesse mit Vorher/Nachher‑Ideen).

Im dualen Studium arbeitest du im 2+3‑Rhythmus: 2 Tage Hochschule für Theorie, 3 Tage Unternehmen für die Umsetzung. So wächst dein Profil Woche für Woche.

Nächster Schritt: Nutze das 2+3‑Wochenmodell clever – 2 Tage Hochschule (Theorie & Übung), 3 Tage Unternehmen (Praxis & Umsetzung). Dokumentiere wöchentlich deine „Weeknote“ (3 Learnings, 2 Ergebnisse, 1 nächstes Ziel).

Finanzen: In unseren dualen Programmen liegt das Gehalt typischerweise bei 1.400–1.600 € brutto/Monat; die Studiengebühren übernimmt dein Praxispartner immer vollständig.

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