Prüfungen im dualen Studium – Lernen, planen, bestehen

Studium
8–9 Min Lesezeit · von gotoitcareer.study

Erfolg im dualen Studium ist planbar: mit klaren Lernzielen, Fokus‑Routinen und einer sinnvollen Prüfungsstrategie – abgestimmt auf den 2‑Tage Hochschule/3‑Tage Praxis‑Rhythmus.

Die drei Ebenen der Prüfungsplanung

Erfolgreiche Prüfungen beginnen Monate vor dem Termin. Auf Ebene des Semesters legst du die großen Meilensteine fest: Abgabedaten, Klausurtermine, Präsentationen. Trage alles in einen zentralen Kalender ein – analog oder digital – und blocke frühzeitig Lernfenster.

Auf Wochenebene planst du konkrete Lernziele. Im 2‑Tage‑Hochschule/3‑Tage‑Praxis‑Rhythmus bedeutet das: Montags und dienstags wird verstanden, mittwochs bis freitags wird angewandt. Schreibe dir am Sonntagabend ein Mini‑Pflichtenheft: Welche Kapitel, welche Übungsblätter, welche Deadlines?

Auf Tagesebene arbeitest du in festen Fokusblöcken. Zwei 90‑Minuten‑Sessions pro Tag, sauber getrennt durch Pausen, erhöhen die Netto‑Arbeitszeit und senken Stress. Halte nach jeder Session in drei Sätzen fest, was du erreicht hast – das verstärkt Motivation und Gedächtnis.

Aktiv statt passiv: Wie du wirklich lernst

Viele verlieren Zeit, weil sie nur lesen oder markieren. Aktives Lernen bedeutet, Wissen zu produzieren: Erkläre dir selbst (oder deiner Zimmerpflanze) die Definition, rechne Aufgaben ohne Musterlösung, zeichne Abläufe. Nutze die Feynman‑Methode: Formuliere in einfachen Worten, als würdest du es einem jüngeren Schüler beibringen.

Setze auf Retrieval Practice: Decke Lösungswege ab, stelle dir Fragen und versuche, sie aus dem Kopf zu beantworten. Kombiniere das mit Spaced Repetition – wiederhole den Stoff in zunehmenden Abständen. Tools wie Anki oder einfache Karteikarten helfen, Dranbleiben zu automatisieren.

Vom Skript zur Anwendung: Brücke zur Praxis

Das duale Studium bietet dir einen Vorteil: echte Anwendungsfälle. Verknüpfe jedes theoretische Konzept mit einem Praxisbeispiel aus deinem Unternehmen. Wenn du z. B. Normalverteilungen lernst, schreibe ein kurzes Notebook, das Produktionsdaten simuliert und die Glockenkurve sichtbar macht. Wenn du Netzwerke lernst, skizziere die Topologie eurer Systeme.

Schlage deinem Team kleine Experimente vor: Ein A/B‑Test im Intranet, ein kleines Script zur Log‑Analyse, ein Query zur KPI‑Transparenz. So wird Lernen zum Beitrag – und du sammelst Referenzen für spätere Bewerbungsgespräche.

Prüfungsphase: 14‑Tage‑Countdown

T‑14 bis T‑8: Grobe Lücken schließen. Erstelle pro Fach eine „Big‑Picture“-Seite: zentrale Formeln/Definitionen, typische Aufgabenformate, bekannte Stolpersteine. Übe die einfachsten Aufgaben, bis sie sitzen.

T‑7 bis T‑3: Alte Klausuren unter Echtzeitbedingungen. Markiere Stellen, die du nicht konntest, und wiederhole genau diese Themen. Lege jeden Tag eine 30‑minütige Wiederholungsschleife ein.

T‑2 bis T‑0: Keine neuen Inhalte. Wiederhole deine Big‑Picture‑Seiten, schlafe ausreichend, bewege dich, iss leicht. Packe am Vorabend Tasche & Unterlagen, plane die Anreise so, dass du 30 Minuten vorher da bist.

Am Tag X: souverän bestehen

Beginne mit einer schnellen Bestandsaufnahme: Überfliege alle Aufgaben, markiere die „Low‑Hanging‑Fruits“. Verteile deine Zeit – 60 % für sichere Punkte, 30 % für mittlere, 10 % Restzeit zum Checken.

Bei Blackouts: atme, überspringe, kehre später zurück. Schreibe immer das auf, was du weißt – Definitionen, Skizzen, bekannte Formeln. Korrigiere sauber, streiche Fehlschritte, damit die Bewertung klar bleibt.

Nach der Prüfung: Lernen aus dem Versuch

Notiere direkt danach, was gut lief und was du beim nächsten Mal anders machen würdest. Bewahre Aufgaben, Notizen und Musterlösungen geordnet auf – dein persönlicher Wissensspeicher wächst von Semester zu Semester.

Feiere kleine Erfolge. Prüfungen sind Etappen auf deinem Weg – nicht dein Wert. Wichtig ist, dass du kontinuierlich besser wirst und dein System verfeinerst.

Nächster Schritt: Nutze das 2+3‑Wochenmodell: Blocke 2 Tage für die Hochschule (Theorie & Übung) und 3 Tage fürs Unternehmen (Praxis & Umsetzung). Schreibe jede Woche eine kurze „Weeknote“ (3 Learnings, 2 Ergebnisse, 1 Ziel).

Finanzen: In unseren dualen Programmen liegt das Gehalt typischerweise bei 1.400–1.600 € brutto/Monat; die Studiengebühren übernimmt dein Praxispartner vollständig, damit du dich auf Lernen & Leistung konzentrieren kannst.

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